top of page

Bei Gustl-Emma

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Davor: Schmiedschneider-Gütl

Heute: Familie Fux, Moosinning, Dorfstraße 2

Früher: Moosinning, Haus Nr. 33, davor Haus Nr. 27


Aufnahme vom Sommer 2024, ehemals Gustl, jetzt Fux – Dorfstraße 2
Aufnahme vom Sommer 2024, ehemals Gustl, jetzt Fux – Dorfstraße 2

Erklärung:

„Schmiedschneider“: „Schmied...“, weil dort eine Schmiedewerkstätte war.

Für „...schneider“ findet sich keine Erklärung. Der Name „Schmid“ geht auf die Art des Gewerbes zurück, „Gustl“ ist personenbezogen, siehe 1922, August Hermannsdorfer.

Die Schmiede am Dorfplatz war auch der Ort, wo die „Gmoa“ (heute Bürgerversammlung) abgehalten wurde (siehe auch Krieger in „Der Isargau“, 1928, Seite 44):

„Der Huf- und Wagenschmied hatte früher seinen Sitz im Bereich Dorfstraße 2, später „beim Gustl“. Dort war auch der Dorfplatz. Der Dorfplatz war zu der Zeit Versammlungsort und Ort für die niedrige Gerichtsbarkeit.“


Der erste bekannte Eigentümer war laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München der Johann Eschbaumer (Schmied) der das Anwesen 1825 erwarb. Weitere Einträge waren 1829, da heiratete der Pals Johann, geboren 1801 die Anna Eschbaumer, Tochter von Johann, geboren 1799, verstorben 1874.

Sie übernahmen das Schmiedschneidergütl und übergaben es 1864 an Pals Josef, geboren 1838, und Ehefrau Maria, geborene Stegmair, ebenfalls Jahrgang 1838.


Gustl-Anwesen, vor der Teilung in Baderweg und Dorfstraße
Gustl-Anwesen, vor der Teilung in Baderweg und Dorfstraße

Im Jahre 1901 wurde das Anwesen mit 27,93 Tagwerk Grund und Boden, Wohnhaus, Stall und Stadel vom Darlehenskassenverein Moosinning erworben. Bereits im selben Jahr kauften Pals Josef undMaria den Hof um 5.250 Mark zurück. Im Jahre 1920 erfolgte der Übergang auf Maria Pals, Witwe, durch Erbfolge.


Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster erwarb 1922 Hermannsdorfer August aus Schwaig kommend das Anwesen um 10.000 Mark und machte noch im gleichen Jahr die Emilie, geborene Hörmannsdorfer aus Moosinning durch Eheschließung und Gütergemeinschaft zur Miteigentümerin.

Im Jahre 1960 erfolgte die Übergabe an Sohn Hermannsdorfer August und Maria, geborene Roll aus Mauern sowie an die Tochter Emma Hermannsdorfer.

Das Grundstück wurde 1963 annähernd hälftig zwischen den Geschwistern aufgeteilt.

Emma heiratete den Johann Fux aus Niederneuching. Die beiden erbauten ab 1960 die Westhälfte des bestehenden Gebäudes, jetzt Dorfstraße 2 und übergaben das Haus 1983 an den Sohn Reinhard, verheiratet mit Rosi, geborene Fröhling aus Erding.



 
 
bottom of page