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Beim Damm

  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 1 Tag

Davor: Taubenweber oder Dammweber

Heute: Familie Holler, Neuchinger Straße 38

Früher: Moosinning, Haus Nr. 22, davor Haus Nr. 19


Beim Damm, Aufnahme vom Sommer 2025
Aufnahme vom Sommer 2025

Erklärung:

„...weber“ ist berufsbezogen. „Tauben...“ geht auf die Taubenhaltung zurück. „Dammweber“ dürfte umgangssprachlich von Taubenweber abgeleitet sein.


Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München heiratete 1637 ein Müller Kaspar die Singldinger Anna und im selben Jahr ist der Vitus Kaiser, Lehner-Weber und Tagelöhner mit Apollonia verehelicht worden. Wer zur damaligen Zeit Eigentümer des Anwesens war lässt dich nicht mehr ermitteln. Jedenfalls heiratete im Jahre 1675 der Kaiser Kaspar, vermutlich ein Nachkomme des Vitus die Ursula Müller, die im Jahre der Eheschließung mit 47 Jahren verstarb.

Kaspar heiratete dann Jahre später 1696 in zweiter Ehe eine Eva Glasl. Im Jahre 1707 wurde Hofnachfolgerin die Ursula Kaiser, wahrscheinlich die Tochter von Kaspar, verstorben 1746 im 70. Lebensjahr.

1747 übernahm der Hach Georg, verheiratet mit Maria Huber. Deren Eltern waren Webers-Leute und Georg Hach war Herder in Moosinning. Vom selben Jahr stammt folgender Eintrag im Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München: Der Huber Simon, Weber, „Taubensimon“, verstorben 1771 mit 57 Jahren, verehelichte sich mit Margarete Schex (Schneiderveits), geboren 1722, verstorben 1783. Hofnachfolger wurde 1771 der Huber Jakob (1753 bis 1807), Häusler, verehelicht mit Elisabeth Wimmer, die 1808 verstorben ist.


1804 wurde neuer Hofnachfolger der Meilinger oder Mailinger Peter, Weberhäusler, verstorben 1854, der im Jahre 1808 die Ursula Kusterer, Almbinderstochter von Moosinning, siehe auch „beim Oimbinder“, geboren 1779, verstorben 1854 heiratete.

Der Besitznachfolger Mailinger Andreas, gestorben 1857, verehelichte sich 1841 mit Maria Scharl, Kappel von Moosinning. Nach dem Tod von Andreas wurde Scharl Maria (1817 bis 1867) zur Alleineigentümerin bevor sie im Jahre 1859 den Johann Mayr (Mayer), geboren 1826, zum Miteigentümer durch Eheschließung machte. Im Jahre 1867 wurde die Maria wieder Witwe und Alleineigentümerin durch Erbfolge nach dem Ableben des zweiten Ehemannes.

1868 wurde das Anwesen dann von Jakob Haselberger ersteigert und 1869 zuerst durch Tausch an Koppert Georg und Walburga gegeben um noch im selben Jahr von den Webersbauern-Kindern, Max und Anna Auerweck für 2.600 Gulden erkauft zu werden. Die beiden kamen aus Kempfing, siehe auch „beim ehemals Weber z´Kempfing“.


Im Jahre 1870 ging das Anwesen laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster wieder an die Kopperts durch Vertragsauflösung zurück.


In den folgenden Jahren hatte der Hof mehrere Eigentümer.

Erst kauften sich 1871 Neumaier Josef und Maria ein, dann 1872 erwarb ihn eine Schloßer Walburga, ein Jahr später ging er durch Tausch an Bauer Korbinian und 1874 wurde Miteigentümerin die Ludmina durch Eheschließung und Ehevertrag und noch im selben Jahr verkauften sie an die Bauer Ursula.

1876 ging der Hof zuerst durch Kauf an Meßmer Georg und im selben Jahr durch Tausch an Preisacher Georg und Elisabeth, im Jahre 1877 ebenfalls durch Tausch an Bürstlinger Jakob und Maria und 1878 wurde das Anwesen mit einem Restbesitz von 4,19 Tagwerk Grund von Jakob und Ursula Berghamer gekauft. Im selben Jahr erfolgten noch zwei weitere Besitzwechsel. Erst wurde das Anwesen von Stephan Johann Gregor Wilhelm erworben um anschließend an eine Kreszenz Hiebl für 2.871 Mark weitgegeben zu werden. Ein Jahr später 1879 wurde das Anwesen erst von Johann Gabel, Schuhmachermeister und dann 1883 von Schweiger Lorenz und Ursula ersteigert, die es noch im gleichen Jahr an den Dobler Simon aus Triftern bei Pfarrkirchen um 3.600 Mark verkauften.

Im Jahre 1885 erkaufte sich ein Hundertschuh Leonhard den Hof um 4.250 Mark.


Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster ging das Anwesen 1905 für 5.500 Mark an den Holler Korbinian, gestorben 1921 im 64. Lebensjahr.

1906 wurde die Anna Holler Miteigentümerin durch Eheschließung und Ehevertrag, gestorben 1954 im 81. Lebensjahrbevor sie 1921 nach dem Tod von Korbinian zur Alleineigentümerin durch Erbfolge wurde.

Im Jahre 1934 gab es mit Holler Johann (1908 bis 1987) durch Übergabe einen neuen Besitzer, der im selben Jahr die Maria (1913 bis 1986) durch Eheschließung und Ehevertrag zur Miteigentümerin machte. Hofnachfolgerin wurde nach dem Tode der Eltern die Tochter Anna Holler (1950 bis 2026). Sie hinterließ eine Tochter.


Damm-Anwesen (Holler), Moosinning, Neuchinger Straße 38 Wohnhaus durch Neubau 1961 ersetzt, Luftbildaufnahme 1968
Damm-Anwesen (Holler), Moosinning, Neuchinger Straße 38 Wohnhaus durch Neubau 1961 ersetzt, Luftbildaufnahme 1968


 
 
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