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Beim ehemals Weber z´Kempfing

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Früher: Kempfing, Haus Nr. 5


Erklärung:

Der Hofname „Weber“ ist übergegangen auf die heutige Haus Nr. 6 (siehe 1895) in Kempfing.

Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München war der erste Eigentümer und Namensgeber, leider undatiert, der Leonhard Weber (Name oder Handwerk?) von Stammham.

Sein Nachfolger wurde 1661 der Simon Selmaier, Weber, der in diesem Jahr die Ursula, 1639 geboren, ehelichte. Im Jahre 1684 wurden neue Eigentümer der Wolfgang Kaiser, Weber und Söldner, verheiratet mit Barbara, 1737 mit 70 Jahren verstorben.

1721 verehelichte sich wohl der Sohn Simon Kaiser, 1696 geboren und 1779 mit 83 Jahren verstorben mit der Anna, geborene Straßhammer. Ihnen folgte die Tochter Anna Kaiser (1732 bis 1809), Nachfolgebesitzerin, die sich 1793 mit Johann Auerweck (1735 bis 1844) vermählte. Johann war Webmeister und nach seinem Tode heiratete die Anna in zweiter Ehe den Salomon Neumaier, 1781 geboren und 1826 verstorben.

Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster wurde 1836 der Balthasar Auerweck (1810 bis 1866) Nachfolgebesitzer gemeinsam mit seiner Ehefrau Magdalena, geborene Reindl, die laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München im selben Jahr „vom Blitz erschlagen“ wurde.

Anmerkung:

Der Baltasar Auerweck hatte einen jüngeren Bruder Johann, geboren 1815, der in das Metzgerschneidergütl in der Moosinninger Kirchenstraße einheiratete, siehe auch „das Metzgerschneidergütl“.

Später im Jahr 1861 übernahmen er und seine Ehefrau Therese das Burgholzer-Anwesen, siehe auch „beim Burgholzer“.


Nach dem tragischen Tod seiner Ehefrau Magdalena wurde Balthasar Auerweck Alleineigentümer durch Erbfolge und übergab das Anwesen 1866 seiner Tochter Magdalena Auerweck, die ein Jahr später den Balthasar Obermaier ehelichte, der damit zum Miteigentümer wurde.

Anmerkung:

Der Sohn von Balthasar Auerweck und Bruder der oben genannten Magdalena, der Georg, wurde 1869 Kropfschneider in Moosinning, siehe auch „beim Kropfschneider“.

Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster kaufte Josef Bauer mit seiner Ehefrau Anna 1886 die Hofstelle. Laut Staatsarchiv wurde 1888 das Anwesen zertrümmert. Nur das Restgut ging an Josef Bauer und nach seinem Tod 1890 an die Witwe über.

Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster wurde im Jahre 1895 diese Haus Nr. 5 zu Kempfing Haus Nr. 4 (heute: Kempfing Haus Nr. 6) gezogen, der Haus- und Hofname „beim Weber“ ging ebenfalls über an die noch heute existierende Haus Nr. 6.

Hier endet die Haus-und Hofgeschichte, der alte Hofname „beim Weber“ allerdings überdauerte bis heute.



 
 
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