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Beim Wandler

  • 29. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Heute: Familie Huber Christian Moosinning, Sonnenstraße 1

Früher: Moosinning, Haus Nr. 52, davor Haus Nr. 41


Beim Wandler, heute Familie Huber, Moosinning. Aufnahme vom Sommer 2025
Aufnahme vom Sommer 2025

Erklärung:

„Wandler“ lässt auf „Wannenmacher“ schließen.Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München waren die ersten eingetragenen Besitzer der Schex Georg, geboren 1713, verstorben 1784, der 1734 die Maria Wandler (1707 bis 1770) heiratete.

Weiters steht im Familienbuch folgendes vermerkt: „Schex gedrathet (?) als Mesner in Moosinning, wurde 1736 Mesner in Aufkirchen und 1752 „Wilhelm“ in Moosinning. 1745 war er wegen der Wirrnisse des Krieges Taglöhner in Niederding“. Laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster war dann – leider undatiert - mit dem Kaiser Balthasar ein neuer Eigentümer eingetragen, ehe 1847 Schmid Klemens und Maria das Anwesen mit 52,22 Tagwerk Grund und Boden übernahmen. Dabei wuchs der Besitz durch Veränderungen auf 63,93 Tagwerk und verringerte sich durch 62,67 Abgang zu Haus Nr. 40. Das Haus Nr. 40 war die jetzige Dorfstraße 28, siehe auch „beim Scharnagl“.

Im Jahre 1876 erwarben das Anwesen der Eckmüller Nikolaus und Magdalena durch Tausch zuzüglich 19,50 Tagwerk aus Vorbehalt obiger Hausnummer 40, wobei noch im selben Jahr der Andreas Frohnsbeck das 1/8 Wandlergütl von den Eckmüllers kaufte.

Anmerkung:

Die Eheleute Frohnsbeck aus Langenbach hatten bereits das Anwesen Haus Nr. 40, heute „beim Scharnagl“ im Jahre 1847 von der Katholischen Kirchenverwaltung Moosinning erkauft.


Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster erwarben 1887 Hermann Simon und Anna, geborene Kressierer das Anwesen für 5.300 Mark. Bereits ein Jahr später haben es dann Schmid Kaspar und Elisabeth aus Freising um 4.100 Mark gekauft und im selben Jahr 1888 für 3.500 Mark an Pfandzelt Benedikt aus Erding um 3.500 Mark verkauft.


„beim Wandler“ um das Jahr 1930
„beim Wandler“ um das Jahr 1930

Bewegte Zeiten sollten folgen.

Bereits 1889 wurde der Hof von Zeiler Sebastian gegen Haus Nr. 118, heute Ismaninger Str.17 in Moosinning, eingetauscht. Im selben Jahrwurde die Maria Zeiler durch Eheschließung und Ehevertrag zur Miteigentümerin. Noch 1889 tauschten die beiden mit Neumaier Georg und Ursula das Haus Nr. 45 (neu Haus Nr. 109), jetzt Sonnenstraße 19, siehe auch „beim Streicher“ und verkauften noch im selben Jahr an Gerstle Leopold Isaak um 5.500 Mark, der das Wandler-Gütl gleich an Kaiser Mathias um 4.500 Mark weiterverkaufte. Schon ein Jahr später 1890 erwarb es die Bauer Ursula um 1.700 Mark und verkaufte sofort wieder an Gerstle Leopold um 2.029 Mark bevor es noch im selben Jahr wiederum von Kratzer Kreszenz eingetauscht wurde.

Im Jahre 1892 ersteigerte das Anwesen der Kratzer Johann um 2.700 Mark.

1899 erwarben es laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster, die Eheleute Wachinger Mathias (1867 bis 1937) und Maria (1873 bis 1941).


Wandler-Anwesen, Moosinning, Sonnenstraße 1 - Landwirtschaftliches Anwesen, Aufnahme vor 1936, der linke Gebäudeteil wurde bis 1960 als Zimmerei genutzt, Abriss der Hofstelle 2012
Wandler-Anwesen, Moosinning, Sonnenstraße 1 - Landwirtschaftliches Anwesen, Aufnahme vor 1936, der linke Gebäudeteil wurde bis 1960 als Zimmerei genutzt, Abriss der Hofstelle 2012

Mathias war Zimmerermeister und schuf auf der Hofstelle zusätzlich zur Landwirtschaft auch eine Zimmererwerkstatt. 1937 wurden neue Eigentümer beider Sohn Jakob (1911 bis 1989) und Ehefrau Anna (1912 bis 1990), geborene Kloh aus Eichenried durch Übergabe, Eheschließung und Ehevertrag.

1972 wurden neue Eigentümer der Johann Huber (Jahrgang 1941) aus Pastetten kommend und seine Ehefrau Ingeborg (Jahrgang 1945), geborene Wachinger. Die beiden brachen die alte Kartoffelhalle ab und bauten sich darauf ein neues Wohnhaus an der heutige Adresse Sonnenstraße 3.

Im Jahre 2012 erfolgte der komplette Abbruch der alten Hofstelle und 2019 erbauten die neuen Eigentümer Sohn Christian Huber (Jahrgang 1974) und seine Ehefrau Dorothée auf dem Grund der alten Hofstelle ein neues Haus.


Aufnahme um das Jahr 1940, links im Vordergrund eine Grünfläche, auf der später eine sogenannte Litfaßsäule aufgestellt wurde.
Aufnahme um das Jahr 1940, links im Vordergrund eine Grünfläche, auf der später eine sogenannte Litfaßsäule aufgestellt wurde.
Die Moosinninger Litfaßsäule, abgebrochen mit der ersten Erneuerung der Sonnenstraße um das Jahr 1980. Im Hintergrund die Gebäude des Unteren Schmieds (heute Familie Eder)
Die Moosinninger Litfaßsäule, abgebrochen mit der ersten Erneuerung der Sonnenstraße um das Jahr 1980. Im Hintergrund die Gebäude des Unteren Schmieds (heute Familie Eder)



 
 

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