Beim Schneider-Sedlbauer
- vor 3 Tagen
- 1 Min. Lesezeit
Heute: Moosinning, Auweg 17
Früher: Moosinning, Baderweg 16
Davor: Moosinning, Haus Nr. 46, davor Haus Nr. 139

Erklärung:
Das 1988 abgebrochene Anwesen am Baderweg 16 beherbergte Jahrzehnte lang eine Schneiderei. Neumaier Josef und Anna waren die ersten bekannten Eigentümer des Wohnhauses auf Flur Nr. 474 ½.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster verkauften sie das Haus 1882 für 1.300 Mark und es ging in das Eigentum von Seewald Georg über. Der wiederum verkaufte nur ein Jahr später 1883 an Daschinger Josef und Katharina für 900 Mark.
Im Jahre 1895 wurden Rosenwirth Georg und Anna die neuen Besitzer. Der Kaufpreis betrug damals ebenfalls 900 Mark.
1901 erwarb die Sedlbauer Zäcilie das Grundstück zum Preis von 1.300 Mark und nach ihrem Tod im Jahre 1935 wurden die drei Kinder Hans, Schorsch und Sepp Eigentümer durch Erbfolge in Erbengemeinschaft.
Hans und Schorsch verdienten ihren Lebensunterhalt mit Schneiderarbeiten, wobei der Hans etliche Jahre vor seinem Tode bei der Münchner Firma Agfa arbeitete. Sepp war als Hilfsarbeiter am Bau bei der Moosinninger Firma Wandinger beschäftigt, siehe auch
„beim „Stops“.
Nach dem Tod des Letztverstorbenen Hans wurde das Grundstück durch eine Erbengemeinschaft 1985 zuerst an die Gemeinde Moosinning veräußert, die es dann im Jahre 1997 weiterverkaufte.
Anmerkung:
In dem Haus wohnte jahrelang auch die Familie Mayr auf äußerst beengtem Raum. Tochter Katharina heiratete in den Hilger-Hof ein, siehe auch „beim Eschbaumer“, Tochter Berta heiratete nach Poing, Tochter Erna nach Niederneuching und Tochter Fini heiratete den Fritz Schlegl, heute Moosinning, Dorfstraße 31.



