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Beim Scharnagl

  • vor 1 Tag
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Davor: Beim Destler Fritz oder auch Schmied Fritz auch Bayerl oder Bäuerl

Heute: Familie Scharnagl, Moosinning, Dorfstraße 28

Früher: Moosinning, Haus Nr. 53, davor Haus Nr. 40


Beim Scharnagl - Aufnahme vom Sommer 2025 (Google-Maps)
Aufnahme vom Sommer 2025 (Google-Maps)

Erklärung:

Der Destler Fritz (siehe 1928) war Abkömmling vom „Destler Schmied“, daher „Destler Fritz“. „Bayerl“ ist abgeleitet von „Bäuerl“. Die Herkunft von „Bäuerl“ ist nicht nachweisbar.

Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München waren die ersten Eigentümer der Brandmaier Melchior und seine Ehefrau Ursula, geborene Neumaier, verstorben 1739. Im Jahre 1746 fand die Eheschließung mit der zweiten Frau (oder dritten –

keine verlässlichen Informationen vorhanden) Maria, geborene Hach statt.

Anmerkung:

Das Hach-Anwesen stand von 1605 bis 1956 in Moosinning, Zur Dorfen, nach der sogenannten „Hach-Brücke“, ehemals Haus Nr. 72, in der Nähe vom heutigen Urtelbauer Joseph Burger-Braun, siehe auch Hofgeschichte „beim Hach“.


Nächster Besitzer war ab 1734 der Lukas Maier, Neumaier-Häusler, wohl verwandt mit der oben genannten Ursula, verstorben 1809 im 75. Lebensjahr der sich im selben Jahr verehelichte mit Maria, verstorben 1813. Im Jahre 1806 erwarben Franzbeck Georg (1764 bis 1856) mit Ehefrau Ursula, geborene Eisenhofer (1783 bis 1806), beide aus Langenbach, das Anwesen.

Anmerkung:

Die Eheleute Franzbeck (oder Frohnsbeck?) haben das Anwesen von der Katholischen Kirchenverwaltung Moosinning erkauft. Ebenso wird ab dem Jahr 1847 in den Büchern immer von der Linie Frohnsbeck gesprochen. Der Autor nimmt an, dass es sich um denselben Familienstamm handelt.


Besitznachfolger des zwischenzeitlich 75 Tagwerk Grund großen Anwesens wurde 1854 der Franzbeck (oder Frohnsbeck) Jakob, verstorben 1869, der sich mit Maria Stollenkolber verehelichte. 1869 ging das Anwesen an Witwe Maria Frohnsbeck auf Ableben des Ehemannes und 1876 an Frohnsbeck Johann, Sohn, durch Übernahme.

Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster ging das Anwesen 1877 durch Tausch gegen das Anwesen Haus Nr. 69 (Seil, ist heute Familie Westermair, Einfangstr. 19, siehe auch „beim Seil“) mit 38 Tagwerk auf Eckmüller Nikolaus über. 5 Tagwerk gingen zu Haus Nr. 69 und verblieben dort, 24 Tagwerk an Haus Nr. 4 = Gschloß, heute Familie Kaiser, Andreas-Kaiser Straße, siehe auch „beim Gschloß“,

20 Tagwerk an Haus Nr. 41 = Wandler, heute Familie Wachinger, Sonnenstraße 1, siehe auch „beim Wandler“ und schließlich wurden 1,13 Tagwerk Restbesitz von Schmid Clemens und Maria gegen Haus Nr. 41 eingetauscht. Noch 1877 wurden von Haus Nr. 41 (Wandler)

ganze 62,67 Tagwerk hierher transferiert.

Im selben Jahr 1877 wurde der Hof laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster von Schmid Clemens und Maria, geborene Kaiser von den Eltern mit 56,39 Tagwerk übernommen und 1898 von Garnreiter Sebastian und Wimmer Korbinian eingetauscht. Ein Jahr später 1899 von Simson Michael und Kreszenz eingetauscht und schließlich 1901 vom Darlehenskassenverein Moosinning um 2.600 Mark gekauft.


Beim Scharnagl - Foto um 1960
Foto um 1980

Noch 1901 wurde das Anwesen von Liegl Franz für 2.300 Mark erworben, der 1910 die Magdalena durch Ehe und Ehevertrag zur Miteigentümerin machte. Nach dem Tod der Magdalena wurde Liegl Franz 1926 zum Alleineigentümer durch Erbfolge und 1928 nach dem Tod von Franz ging das Anwesen über an die Tochter Liegl Magdalena.

Im selben Jahr wurden neue Eigentümer der Destler Fritz (1899 bis 1975) und Magdalena (1907 bis 1996), geborene Liegl durch Eheschließung und Gütergemeinschaft, siehe auch „beim Destler-Schmied“.

Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster, wurden 1958 neue Eigentümer der Scharnagl Wilhelm (1932 bis 2011) aus Dürrmaul in der Nähe von Marienbad im heutigen Tschechien und Martha geborene Selmair, adoptierte Destler durch Übergabe, Eheschließung und Gütergemeinschaft.

Nach dem Tode von Wilhelm wurde Ehefrau Martha 2011 Alleineigentümerin durch Erbfolge. Im Jahre 2014 wurde die Hofstelle abgebrochen, Teile des Grundstücks verkauft und eine Wohnanlage darauf gebaut.


Beim Scharnagl, Aufnahme um das Jahr 2000
Beim Scharnagl, Aufnahme um das Jahr 2000


 
 
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