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Beim Bräumartl

vor 1 Tag
3 Min. Lesezeit

Davor: Mesner

Heute: Familie Pichler, Moosinning, Zum Schloßloh 21

Früher: Moosinning, Haus Nr. 21, davor Haus Nr. 14



Beim Bräumartl - heute Familie Pichler - Aufnahme von 2016
Aufnahme von 2016

Erklärung:

„Bräumartl“ ist namensbezogen, siehe 1896. „Mesner“, deshalb, weil es sich bei dem Anwesen um das frühere Mesnerhaus handelte.


Die ersten bekannten und dokumentierten Besitzer des Hofes waren laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München im Jahre 1606 ein Sedlmaier Johann, Mesner, sein Sohn Sedlmaier Johann sowie der Meßner oder Mesner Wolfgang, verstorben 1638 und eine Barbara, ob Tochter oder Ehefrau lässt sich nicht zweifelsfrei nachweisen.

Jedenfalls heiratete 1639 der Nikolaus Meßner (Mesner) eine Ursula. Im Jahre 1653 ist als neuer Besitzer der Döllel Wolf eingetragen, der im selben Jahr die Margit Schmid heiratete. 1661 erfolgte die Eheschließung von Apollonia Kostenhofer mit dem Döllel Kaspar.

Ebenfalls aus dem Jahre 1661 stammen folgende Einträge:

Der Strohmaier Melchior ehelichte eine Maria und der Stegmaier Wolfgang (Melchior?) heiratete die Apollonia, 1702 mit 51 Lebensjahren verstorben.

Im Jahre 1698 ist dann eingetragen ein Schex Georg, verstorben 1742 mit 70 Jahren, der eine Maria Rath heiratete, verstorben 1750 ebenfalls mit 70 Jahren und in zweiter Ehe die Barbara, geborene Stimmer ehelichte.

1734 erfolgte die Eheschließung von Sohn Georg Schex mit Maria Wandler.

Im Jahre 1743 erfolgte die Eheschließung von der Elisabeth Stegmair mit dem Martin Schex, der leider früh im 35. Lebensjahr 1753 verstarb. Der Balthasar Kirmaier, verstorben 1792, heiratete dann die Witwe Elisabeth Schex, die im Jahre 1795 mit 77 Jahren starb.

Im Jahre 1784 wurden neue Eigentümer der Frech Josef (1744 bis 1816) und durch Eheschließung die Apollonia Obermaier (1744 bis 1791).

Im Jahre 1791 heiratete Josef in zweiter Ehe die Ursula Weindl, geboren 1765, verstorben 1813.

Josef Frech war 12 Jahre lang Baumeister beim Pfarrer. Es ist kurz vermerkt: „Tod infolge eines Fallens“.

Nachfolgebesitzer wurden 1820 der Sohn Anton Frech (1793 bis 1857) und seine Ehefrau Maria, geborene Strigl (1793 bis 1870). Im Jahre 1865 übernahm der Martin Frech, geboren 1827 das Anwesen von Witwe Maria und heiratete fünf Jahre später 1870 die Katharina

Luber, geboren 1836.

Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster übernahmen in Jahre 1871 Martin und Katharina Frech das Anwesen gemeinsam durch eingetragene Gütergemeinschaft.

Anmerkung:

Im Jahre 1820 wurde der Emmeram Frech als erster staatlich geprüfter Lehrer in Moosinning angestellt. Er bewohnte ein Zimmer im Erdgeschoß des damaligen Propsteischlösschens (ehemaliges Pfarrerwohnhaus in Moosinning, siehe auch „das Propstei-Schlösschen“), Schule wurde im ersten Stockwerk gehalten. Es ist anzunehmen, dass der Emmeram aus der obigen Frech-Linie entstammt, da an anderer Stelle von einem „Lehrer und Mesner“

berichtet wurde.


1893 wurde das Anwesen mit 97,49 Tagwerk Grund und Boden von Luber Markus und Juliane, geborene Aicher erkauft und ein Jahr später 1894 von Hoch Karl, Privatier aus München und Zellner Alois, Mühlenbesitzer in Weiding (Oberpfalz), ertauscht (mit jetzt 99,53

Tagwerk).

Wiederum ein Jahr darauf in 1895 wurde das Anwesen mit 52,14 Tagwerk von Schlemmer Alois und Katharina eingetauscht und 1896 von Brielmaier Marthias aus Grucking vom dortigen Bräu kommend und seiner Ehefrau Katharina gekauft.

Nach dem Tode von Mathias 1914 wurde die Katharina zur alleinigen Besitzerin durch Erbfolge und übergab das Anwesen im selben Jahr an Brielmaier Josef.

Im Jahre 1923 gingen dann 19,68 Tagwerk an den Bruder Brielmaier Martin, der im gleichen Jahr die Klara, geborene Neumaier durch Eheschließung und Gütergemeinschaft zur Miteigentümerin machte.

Im Jahre 1950 heiratete Pichler Ludwig die Therese, geborene Brielmaier. Beide wurden Eigentümer durch Eheschließung und Gütergemeinschaft, das alte Haus wurde abgerissen und 1962 neu erbaut.

1995 erfolgte dann die Übergabe an Sohn Pichler Ludwig jun., verheiratet seit 1974 mit Elfriede, geborene Eckart aus Hub bei Landshut.

In den Jahre 1984 und 1999 wurde die Hofstelle mit Neubauten erweitert und das Anwesen 2022 an Sohn Robert übergeben, der seit 2004 mit Elke, geborene Brünkmann aus Kirchheim verheiratet ist.


Martin und Klara Brielmaier mit Tochter vor dem alten Haus
fotografiert um 1960, kurz vor dem Abbruch.
Martin und Klara Brielmaier mit Tochter vor dem alten Haus fotografiert um 1960, kurz vor dem Abbruch



 
 
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