Beim Gleitner
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Früher: Eichenried Haus Nr. 12
Davor: Moosinninger Moos Haus Nr. 2

Erklärung:
Der Moosinninger Ortschronist Rudolf Bayerl ordnete das „Arbeitergebäude Gleitner“ eindeutig dem Kleiter-Anwesen zu, auch über die ehemalige Hausnummer 12 lässt sich diese Zuordnung untermauern. Der ursprüngliche Familienname war „Kleiter“.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster erwarb Kleiter Balthasar 1854 von Johann Nepomuk Zenger durch Tausch Grundstücke und errichtete darauf 1860 Wohnhaus, Pferdestall und Kuhstall.
Im Jahre 1868 erbten Augusta Kleiter und die 12 Kinder das Anwesen nach Ableben des Ehemannes bzw. Vaters.
Die Familie konnte den Hof nicht halten und verkaufte 1869 an die Papierfabrik von Dr. Haerlin etc. Comp. in Ismaning um 3.800 Gulden.
1875 wurde das Anwesen weiterverkauft an Enßlin Ferdinand und Brucker Christian Frieder, bevor es mit 69,97 Tagwerk Grund und Boden ein Jahr später für den Kaufpreis von 16.250 Mark an Enßlin Wilhelm, Englhoof Karl, Kaiser Jakob und Christian Brucker ging.
Anmerkung:
Auf den Grundstücken Flur Nr. 1427, 1439 ½, 1441, 1443, 1404 und 1442 errichteten sie 11 Torfstadel.
Im Jahre 1897 ging der Anteil von Brucker Christian durch Erbfolge an Maria Kaiser und 1904 wurde der Rest des Anwesens mit 24,62 ha an die Stadtgemeinde München verkauft. Diese errichtete in der Zeit zwischen 1904 und 1945 auf den Grundstücken
Flur Nr. 1439 ½ a und b Sommerwohnungen für die vielen Torfarbeiter im Moos.
Etwa um 1970 wurden die Baracken abgerissen, die Geschichte des Hofes endet hier.



