Beim Hochstoder
- 22. Apr.
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Oder: Hochstätter
Heute: Familie Weinfurtner, Moosinning, Zur Dorfen 30
Früher: Moosinning, Haus Nr. 118, davor Haus Nr. 70

Im „Hochstätter“-Anwesen standen vier Webstühle. Letzter Weber war der „Webersepp“. Er webte 18 Jahre lang beim Hochstätter mit seinem eigenen Webstuhl.Der Hofname – seit Jahrhunderten bestehend – kann nicht erklärt werden.
Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München war als erster Besitzer ein Leonhard Schuster bekannt, der 1634 von den Schweden ermordet wurde. 1617 heiratete dessen Sohn Balthasar die Barbara, Tochter von Stephanie Khatz aus Inning (wohl Moosinning). Trauzeugen waren damals der Georg Zollner von Kempfing und ein Martin Schmidl von Inning (Moosinning).
1649 heiratete der Taglöhner Sebastian Weiler die Tochter Barbara von Balthasar und Barbara Schuster und 1693 ehelichte Josef Weiler (geboren 1665), der Sohn von Sebastian und Barbara die Anna Schmid und in zweiter Ehe 1695 die Anna Obermaier.
1726 heiratete Melchior Schweindl, Sohn des Joanis Schweindl, Weber in Öching (ggf. Eching), gestorben 1798 die Anna Wäller, Hochstätterin von Moosinning.
Im Jahre 1762 ehelichte Simon Schweindl, geboren 1730, verstorben 1774, Sohn von Melchior und Anna, die Maria Strohmaier und ein Lorenz Bärtl (Laurentius Bärtl aus Wörth) verehelicht sich nach 1775 mit Maria Schweindl (gestorben 1787), der Witwe von Simon.
Dieser Lorenz Bärtl heiratete 1788 in zweiter Ehe eine Anna Mairoth, Tochter des Adam Mairoth, Mayr zu Reith (Wörth).
1804 übernahmen laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster, der Weber Anton Weinfurtner (1777 bis 1834) und die Anna Mairoth das Anwesen mit 41 Tagwerk Grund und 1815 erfolgte die Eheschließung von Anton mit Magdalena Kandler, Bauerstochter aus Notzing (1788 bis 1863).
Im Jahre 1844 heirateten der Sohn Weinfurtner Anton, geb. 1817 und Maria Jell, geboren 1822 in Landsham und wurden somit die neuen Hofbesitzer.
Anmerkung:
Das Anwesen mit einer Größe von jetzt 95,56 Tagwerk hat der Ehemann von seiner verwitweten Mutter Magdalena mitsamt der Webergerechtigkeit (Gewerbelizenz) übernommen.
1884 erfolgte die Übernahme des Anwesens durch Anton Weinfurtner (1860 bis 1930) und Maria (1862 bis 1921), geborene Angermaier, Feichtgütlerstochter von Kipfing bei Forstern.
Im Jahre 1921 wurde Weinfurtner Anton Witwer und damit Alleineigentümer durch Erbfolge.

Doch bereits 1924 übernahmen Sohn Weinfurtner Anton (1889 bis 1971) und Anna, geborene Gaßner vom Schweinhammer aus Moosinning (1895 bis 1981) durch Übergabe, Ehe und Ehevertrag.
1954 wurden Weinfurtner Anton und Anna, sowie Weinfurtner Ludwig durch „Hälfteübergabe“ die gemeinsamen Eigentümer und 1962 Weinfurtner Ludwig (1932 bis 2010) und Maria, geborene Maier (Jahrgang 1935), Heigltochter von Niederding, durch Übergabe und Gütergemeinschaft.
Ab dem Jahre 1993 wurden neue Eigentümer Sohn Weinfurtner Ludwig (Jahrgang 1962) und Ehefrau Alexandra, geborene Reiser aus Fürstenfeldbruck.
Im Jahre 1972 wurde das Wohnhaus mit Garagen neu errichtet und in den Jahren 1999 / 2000 wurde der alte Kuhstall abgerissen und ein neuer Bullenstall gebaut.




