Beim Loher
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Heute: Familie Hörmanndsdorfer, Eching 12
Früher: Moosinning, Haus Nr. 5, davor Haus Nr. 27

Erklärung:
„Loher“ ist personenbezogen.
Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München war der erste eingetragene Besitzer, leider undatiert, der Kaspar Loher. Ihm folgte Georg Loher, 1690 mit 80 Jahren verstorben, der 1636 die Barbara ehelichte, 1692 mit 82 Jahren verstorben.
1655 (leider nicht leserlich niedergeschrieben, könnte auch 1685 sein) heiratete ein Johann Bauer (?) aus Notzing in den Hof ein. Er ehelichte die Ursula, Tochter der vorigen Loherin von Eching und 1689 heiratete der Georg Loher, 1693 mit 48 Jahren verstorben die Anna Star (?), geboren 1668, von Eching. Im Jahre 1693 verheiratete sich die Anna Loher, Tochter, 1712 mit 40 Jahren verstorben, mit dem Brandmaier Balthasar.
Aus dem Jahre 1722 ist der nächste Eintrag im Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München. Da heiratete Kaspar Brandmaier, 1770 mit 75 Jahren verstorben die Anna, geborene Bichlmaier, 1746 mit 50 Jahren verstorben. Die Brandmaier Susanne wird dann zur Besitznachfolgerin und heiratet 1754 den Michael Unterkandler.
Anmerkung:
Michael Unterkandler und seine Ehefrau Susanne verkauften das Loheranwesen in Eching und erwarben das Pointneranwesen in Moosinning. Der Hofname „Loher“ blieb sowohl in Eching als auch in Moosinning bestehen, bis er dort durch „Pointner“ abgelöst wurde, siehe auch „beim Pointner“, heute Familie Buchmann.
Laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster wurde ein Peter Wimmer, Loher, Besitznachfolger, 1823 mit 64 Jahren verstorben, der eine Maria, geborene Brunner heiratete, die 1802 mit 35 Jahren verstarb. Im selben Jahr 1802 heiratete der Peter in 2. Ehe die Maria, geborene Humpl und 1816 übernahm der Sohn Peter Wimmer das Anwesen.
Ihm folgte 1825 die Maria Wimmer als Besitznachfolgerin, die im gleichen Jahr einen Mathias Wachinger ehelichte. Im Jahre 1862 wurden laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster die Gebäude auf Grundstück Flur Nr. 2356 (Haus Nr. 27) mit den Grundstücken gegen die Gebäude Haus Nr. 23 und 22 an Bartholomäus und Maria Forster, Böckl in Eching, vertauscht, siehe auch „beim Böckl“.
Im Jahre 1874 kauften laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster Hörmannsdorfer Franz und Maria aus Oberding kommend von einem Alois Biber das 22,63 Tagwerk umfassende Anwesen und 1881 wurden die Flur Nr. 2354 und 2355 von Christoph Kurzwart zugekauft.
Anmerkung:
Die oben genannten Flurnummern gehörten damals zum Meilinger-Hof, siehe auch „beim Meilinger“. Diese frühere Haus Nr. 26 in Eching ist etwa um 1865 im Hauptanwesen Eching Haus Nr. 21 (früher Haus Nr. 7, vorher Haus Nr. 25), siehe auch „beim Bohmer“, aufgegangen. 1865 wurde in der Nacht das leerstehende alte Haus angezündet und ist vollkommen weggebrannt.
Im Jahre 1887 wurde der Hörmannsdorfer Franz Xaver (1841 geboren in Oberding) auf Ableben der Eltern Eigentümer des Anwesens und ein Jahr später 1888 seine Ehefrau Anna geboren 1858, geborene Burger aus Pesenlern durch Ehe und Ehevertrag zur Miteigentümerin. Im Jahre 1919 nach dem Tod von Franz Xaver wurde die Anna Hörmannsdorfer durch Erbfolge Alleineigentümerin. Sie übergab das Anwesen 1931 an Paul und Therese Hörmannsdorfer, geborene Bachmaier aus Bergham bei Thalheim.

1964 übernahm es schließlich deren Sohn Paul. Durch Ehe und Ehevertrag wurde Anna, geborene Klobensteiner aus Tittenkofen, Gemeinde Reichenkirchen, 1967 zur Miteigentümerin.

Im Jahre 1995 erfolgte die Übergabe des Anwesens an beider Sohn Paul (Jahrgang 1967). Dieser heiratete im Jahre 2007 die Michaela, geborene Linhart aus Salzburg kommend. Mit den beiden Söhnen Patrick (geborener Linhart, Jahrgang 1995) und Paul Michael (Jahrgang 2013) steht die nächste Generation bereits bereit.



