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Beim Schneiderveit

  • vor 1 Tag
  • 2 Min. Lesezeit

Heute: Familie Kronseder, Moosinning, Birkenallee 13

Früher: Moosinning, Haus Nr. 49


Auszug aus dem historischen Bayern Atlas (1808 bis 1864)
Haus Nr. 49 „beim Schneiderveit, Haus Nr. 48 „beim Blasl“
Auszug aus dem historischen Bayern Atlas (1808 bis 1864) Haus Nr. 49 „beim Schneiderveit, Haus Nr. 48 „beim Blasl“

Erklärung:

„Schneiderveit“ ist personenbezogen. „Schneider“ siehe 1698. „Veit“ steht für Vitus und dürfte vom Vornamen eines Vorgängers hergeleitet sein.


Das Anwesen Haus Nr. 49 stand in der Birkenallee südlich in der Nachbarschaft des Anwesens Blasl.

Es wurde 1913 abgebrochen und die Hofstelle mit 0,137 ha im gleichen Jahr zum Blasl-Hof (heute Familie Kronseder) gezogen, siehe auch „beim Blasl“.

Die ersten Besitzer waren laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München seit 1698 bekannt, da heirateten nämlich der Schex Thomas die Witwe des Thomas Schneider.

Weiters sind als Eigentümer eingetragen der Kaspar Schex, 1728 mit 78 Jahren verstorben und Ehefrau Magdalena, 1720 mit 60 Jahren verstorben. Im Jahre 1721 verehelichte sich (wohl der Sohn) Kaspar Schex, 1762 mit 70 Jahren verstorben, mit Maria Eckert, 1738 mit 50 Jahren verstorben.

1739 heiratete der Kaspar in 2. Ehe eine Anna Sellmaier (Witwe), 1743 mit 50 Jahren verstorben, 1745 in 3. Ehe die Apollonia Schweindl, 1759 verstorben und vermutlich vom Hockstoder (heute Familie Weinfurtner) oder aus Eching kommend und schließlich in 4. Ehe eine Maria Schneider (Witwe), geborene Kollmaier.

Im Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München finden sich aus dem Jahre drei Einträge, leider nicht näher datiert und auch nicht detailliert beschrieben, wer jetzt der Hofeigentümer wäre:

Ein Huber Kaspar, 1800 mit 54 Jahren verstorben, ehelichte Anna Monika Döllel. Ein Huber Kaspar (1777 bis 1849), 1/4 Hof-Häusler, ehelichte Ursula Eschbaumer (1780 bis 1842), sowie ein Huber Kaspar, geboren 1808, der eine Therese, geborene Huber ehelichte.

Anmerkung:

Huber Kaspar und Therese erwarben im Jahre 1865 den Hupferhof in Moosinning, heute Untere Point 12, Familie Gels, siehe auch „beim Hupfer“.


Der Hof vergantete 1870 und wurde im selben Jahr ersteigert durch Bartholomäus Bichlmann, geboren 1840, der ein Jahr vorher die Ehe mit Maria Obermaier einging. Die genauen Besitzverhältnisse lassen sich leider nicht mehr klären, da auf das Jahr 1872 laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster als Voreigentümer ein Andreas Peterer (?) eingetragen war.

Der Abbruch der Hofstelle erfolgte 1913. Hier endet auch die Haus- und Hofgeschichte vom „Schneiderveit“.



 
 
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