Beim Zengerbräu
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Früher: Zengermoos 6

Erklärung:
Im Volksmund ursprünglich bezeichnet als „Zengerbräu-Anwesen in Moosinninger Moos“.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster erwarb Franz Xaver Hierl, Zengerbräu in München, 1857 von Josef und Magdalena Peis, Garmeier in Itzling, 113,61 Tagwerk Grund um 2.280 Gulden und errichtete darauf auf Flur Nr. 1299 (?) Wohnhaus, Stall und Stadel und auf Flur Nr. 1279 (Gfängwiese) etliche Torfstädel.
Doch bereits 1873 ersteigerte die Brauersfrau Walburga Hierl um 10.005 Gulden das Anwesen.
Im Jahre 1880 wurde das Wohnhaus neu errichtet und im selben Jahr vom Bürgerliche Bräuhaus München mit beiden Flurnummern erworben.
Anmerkung:
Die Geschichte des Bürgerliche Bräuhaus München, auch Bürgerbräu genannt, geht zurück auf zwei Brauereien in der historischen Münchner Altstadt. Die Brauerei des Jörg Haffner im Haus Burgstraße 16b ist ab 1490 nachgewiesen, im Nachbarhaus Burgstraße 16a bestand eine weitere Brauerei, die nach Leonhard Kempter als Kempterbräu bezeichnet wurde. Haffners Brauerei wurde von 1667 bis 1703 von Martin Zenger geführt, sein Sohn vereinigte Anfang des 18. Jahrhunderts die beiden Brauereien unter dem Namen Zengerbräu.
1840 wurde die Brauerei von Josef und Kreszentia Hierl gekauft, das Brauhaus in der Altstadt brannte jedoch bereits 1842 ab.
Die Geschichte blieb wechselhaft. Bereits 1886 ging das Anwesen um 5.950 Mark an den Münchner Gastwirt Franz Kainz und noch im gleichen Jahr an Kathi Fischer, Rechtsanwaltsfrau aus München, sowie an Haberreiter Anna, Wirtsehefrau aus Nymphenburg um 11.000 Mark.
Ein Jahr später 1887 ersteigerte das Anwesen Georg Pschorr, Kommerzienrat und Bierbrauer, um 6.105 Mark und nach seinem Tod wurden 1894 seine Söhne August, Georg und Josef Pschorr Eigentümer durch Erbfolge.
Im Jahre 1917 erwarb das Anwesen die Herta Koenig mit Hauptbesitz.
Anmerkung:
Herta Koenig wurde in Bieren, Gemeinde Rödinghausen (Nordrhein- Westfalen) auf Gut Böckel 1884 geboren. Sie war die Tochter des Gutsbesitzers Carl Koenig und wurde in späteren Jahren zu einer anerkannten Schriftstellerin und Lyrikerin.
Im Jahre 1922 wurde von ihr das noch bestehende Gasthaus „Pschorr“, heute „Jagdschlössl“, gebaut und u.a. auch das Gut „Pschorrschwaige“, heute „beimHofstaller“ erworben.
Nach dem Tode ihres Vaters übernahm sie das elterliche Gut in Böckel, wo sie auch 1967 starb.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster wurden im Jahre 1919 26,05 ha Grund und Boden zu Haus Nr. 20 gezogen, heute Lohweg 25, siehe auch „beim Kleinwastl“.
Hier endet die Haus- und Hofgeschichte vom Zengerbräu im Moosinninger Moos.



