Beim Faberbräu
- vor 15 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Auch: Fichtenhof
Früher: Brennermühlstraße, Eichenried Haus Nr. 19
Davor: Zengermoos Haus Nr. 5
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster errichtete Jakob Schröttl, Faberbräu, 1858 auf dem Grundstück Flur Nr. 1388a, das er mit insgesamt 111,87 Tagwerk Grund und Boden von Johann Brandmaier, Sattler, und Nikolaus Zacherl, Fink in Ismaning, eingetauscht hatte, Wohnhaus, Stall und Stadel.


Anmerkung:
Die Eberl-Faber-Brauerei entstand aus dem Zusammenschluss der 1593 gegründeten Brauerei Eberl-Bräu und der Faber-Brauerei im Jahre 1888. Beide Brauereien waren in München auf der Sendlinger Straße 79 bzw. 76 ansässig. Bereits 1812 bis 1838 waren Eberl-Bräu und Faber-Brauerei verbunden gewesen.
Am 2. November 1888 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit einem Gründungskapital von 1,7 Mio Mark umgewandelt. 1894 wurde der Firmensitz in die Münchener Rosenheimerstraße 17 verlegt.
Das Markenzeichen der Brauerei war ein Wildschwein-Eber. Im Jahre 1920 ging die Brauerei in der Paulaner AG auf.
Im Jahre 1862 kaufte es Matthias Fichtner, Müller in Bruck bei Fürstenfeld nach Geistlichen Rat Josef Forster vom Faberbräu und 1868 wurde das Anwesen von Fichtner Mathias ersteigert.
Im Kataster ist ein „totaler Neubau“ auf Flur Nr. 1369a im Jahr 1875 eingetragen.
1878 wurde es von Fischer Sebastian erkauft und noch im selben Jahr ging es mit 106,20 Tagwerk. um 15.000 Mark an Susanne Fischer über, die das Anwesen dann im Jahre 1880 an Pschorr Georg, Bierbrauereibesitzer aus München, verkaufte.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster wurden die Geschwister August, Georg und Josef Pschorr 1894 durch Erbfolge als Eigentümer eingetragen und 1917 ging der Fichtenhof zusammen mit dem Hauptanwesen an Herta Koenig über, das im Jahre 1931 die Eheleute Josef und Therese Hofstaller erwarben.
Anmerkung:
Näheres zur Familie Pschorr, der Pschorr-Wirtschaft und insbesondere der Person Herta Koenig im Kontext zu den Ländereien im heutigen Eichenried ist u.a. in der Haus- und Hofgeschichte „beim Hofstaller“ zu erfahren.
Noch 1931 wurde vom Fichtenhof katastertechnisch die Pschorrwirtschaft abgetrennt und laut Geistlichem Rat Josef Forster die Gebäude 1935 abgebrochen.
Hier endet die Haus- und Hofgeschichte.



