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Beim Meinger

  • vor 4 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Davor: Mailinger und Kuhhütergütl

Heute: Familie Erl, Moosinning, Am Gfängbach 30

Früher: Moosinning, Erdinger Str. 13

Davor: Moosinning, Haus Nr. 87, Haus Nr. 57


Meingerhof Moosinning, Aufnahme vom Sommer 2025
Aufnahme vom Sommer 2025

Erklärung:

„Meinger“ leitet sich von Meilinger ab. Auch „Mailinger“ ist namensbezogen.

„Kuhhütergütl“: vermutlich bewohnte das Grundstück an der Erdinger Straße früher ein Kuhhüter, der nebenbei eine kleine Landwirtschaft hatte.


Im Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München lautet der erste Eintrag auf Meilinger Georg, verheiratet mit Margret. Er verstarb 1644.

Im Jahre 1613 fand die Verehelichung von Georg Mailinger mit Barbara statt. Sie verstarb 1646. Zur selben Zeit sind noch vermerkt der Mailinger Martin und die Barbara, ehe 1624 der Johann Meilinger seine Ehefrau Barbara, Loherin, ehelichte.

Die folgenden zwei Einträge sind leider undatiert. Der Hans Meilinger verstarb 1693 und war verheiratet mit einer Magdalena (in zweiter Ehe?). Weiters der Wolfgang Meilinger, der verheiratet war mit der Anna, geborene Obermaier.

Im Jahre 1674 jedenfalls ehelichte der Stegmaier Lorenz die Elisabeth Obermaier, wohl die Tochter und nach ihrem Tode in zweiter Ehe 1683 die Katharina Singldinger.

1695 heiratete der Stegmaier Balthasar, verstorben 1701 mit 28 Jahren, die Katharina, Witwe des Lorenz Stegmaier. Sie verstarb 1702 mit 46 Jahren.


Laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster änderten sich im selben Jahr 1695 die Besitzverhältnisse. Neuer Eigentümer wurde ein Johann Dienger (Dünger?), vorheriger Herder in Moosinning. Er ehelichte Anna, Witwe des Sebastian Klo und war Tochter des Georg Meilinger.

Im Jahre 1736 verstarb Johann Nepomuk Dünger (?). Danach fehlen bis ins 1830 alle Aufzeichnungen. In diesem Jahr heiratete nämlich der Oswald Kaspar, 1868 verstorben, die Anna Neumaier, 1865 verstorben. Er übernahm das Anwesen mit 36 Tagwerk im gleichen Jahr. 1865 übernahm der Sohn Josef Oswald das Anwesen mit jetzt 42 Tagwerk und übergab es 1867 an seine Schwester Monika, die ab demselben Jahr mit Sebastian Lex in Gütergemeinschaft lebte. Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats brannte das Haus 1884 ab und wurde im selben Jahr wieder aufgebaut.

Im Jahre 1896 erfolgte die Übernahme durch Lex Theres (1871 bis 1948), die mit Erl Johann (1868 bis 1938) die Ehe schloss.

Anmerkung:

Der Johann Erl kam aus Schollbach bei Erding und die Hofgröße betrug zu der Zeit 16,33 Hektar.

Im Jahre 1926 übernahmen Erl Kaspar (1899 bis 1946) und Maria, geborene Mair (1901 bis 1944) das Anwesen und nach dem Ableben seiner Ehefrau wurde Erl Kaspar 1944 Alleineigentümer durch Erbfolge.

Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster wurde 1948 Erl Johann (1927 bis 2004) ebenfalls nach dem Tod seines Vaters Kaspar Alleineigentümer durch Erbfolge ehe er 1950 die Maria (1926 bis 2017), geborene Weinfurtner aus Moosinning durch Eheschließung und Gütergemeinschaft zur Miteigentümerin machte.

Ein Unglück geschah im Jahre 1954, da brannten Wohnhaus, Schweinestall und Scheune durch einen Blitzschlag ab, der Neubau erfolgte noch im gleichen Jahr.


Meinger-Hof, abgebrannt 1954
Meinger-Hof, abgebrannt 1954
Meinger-Hof an der B388 um das Jahr 1968
Meinger-Hof an der B388 um das Jahr 1968

2015 wurde der alte Stall (Baujahr 1911, rechts im Bild) abgebrochen, 2019 erfolgte der Abbruch des hinteren Stalls aus dem Jahre 1954. Der Neubau des Mehrfamilienhauses startete 2020.

1997 erfolgte die Aussiedlung der Hofstelle an den westlichen Ortsrand von Moosinning. Jetzige Eigentümer sind Erl Johann (Jahrgang 1963) und Ehefrau Emmi, geborene Häupl aus Notzing.



 
 
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