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Beim Blasl

  • 29. Mai
  • 3 Min. Lesezeit

Heute: Familie Kronseder, Moosinning, Birkenallee 13

Früher: Moosinning, Haus Nr. 97, davor Haus Nr. 48


Beim Blasl, heute Familie Kronseder. Aufnahme vom Winter 2024/2025
Aufnahme vom Winter 2024/2025

Erklärung:

Der Hofname ist personenbezogen.


Im Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München lautet der erste Eintrag auf Blasl Leonhard und Ursula, letztere verstorben 1633. Im Jahr 1635 ehelichte Hausl Blasl, verstorben 1661, die Anna, verstorben 1638 und der Blasl Melchior, verstorben 1691 mit 60 Jahren, heiratet die Anna, verstorben 1685 mit 50 Jahren.

1686 Kaspar Singldinger, Blasl, heiratete Maria Stegmaier, Moosinning und 1745 ehelichte der Streicher Jakob, ehemaliger Wirt, verstorben 1779 mit 45 Jahren die Anna Streicher.

Anmerkung:

In der Chronik der Gemeinde Moosinning, verfasst u.a. von Josef Gammel steht auf Seite 80 zu lesen, dass sich die Kirche damals durch Verpachtungen, den Zehent, sowie zur Verbesserung der Einnahmen auch durch „Jahrtagsstiftungen“ zu finanzieren versuchte.

Wie Gammel schrieb, konnte man „aus der geringen Zahl solcher Stiftungen die Armut der Bevölkerung in früherer Zeit“ ersehen. In der Aufzählung der wenigen Stiftungen ist unter anderem auch der Benedikt Streicher, Blasl von Moosinning erwähnt, der im Jahre 1712 für die fortwährende Abhaltung des Jahrtages für seine Familie „einen Acker stiftete“.


Im Jahre 1784 verehelichte sich Stegmaier Michael, 1834 verstorben mit 85 Jahren, die Anna Streicher (Witwe), verstorben 1796 mit 64 Jahren.

1796 fand die Hochzeit statt zwischen Michael Streicher und der Anna (1761 bis 1825).

Laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster, fand 1823 die Eheschließung von Kressierer Kaspar, verstorben 1869 und Maria Nunberger (Untersandl) statt.

Anmerkung:

Der Untersandl wurde zur Unterscheidung vom Obersandl – heute Familie Weberberger in der Sonnenstraße, siehe auch „beim Weltmensch“ damals so genannt. Heute ist Untersandl gleich „beim Sandl“, Birkenallee.


Im Jahre 1847 heiratete dann der Kronseder Philipp aus Pillkofen, Gemeinde Fraunberg die Anna Kressierer und bekommt das Anwesen übergeben.

1877 erwarb den Hof mit 71 Tagwerk Grund und Bodender Martin Kronseder durch Erbteilung um 13.833 Gulden und im Jahre 1883 schließlich fand der Anwesensübergang an Kronseder Martin und Zehetmair Anna, Striglbauertochter von Niederding durch Ehe- und Erbvertrag statt.

Anmerkung:

Martin Kronseder war Bürgermeister von 1920 – 1932.


1913 wurde laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster die Fläche zu 0,137 ha aus Haus Nr. 49 (Totalabbruch) zu Haus Nr. 48 (Blasl) gezogen.

Anmerkung:

Haus Nr. 49 „beim Schneiderveit“ ist personenbezogen, bezieht sich auf den ersten namentlich bekannten Eigentümer. „Veit“ steht für Vitus und dürfte vom Vornamen eines Vorgängers hergeleitet sein. Das Anwesen stand in der Birkenallee südlich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Anwesens Blasl.

Es wurde 1913 abgebrochen, siehe auch „beim Schneiderveit“.


1927 wird Kronseder Martin Alleineigentümer durch Tod der Ehefrau und übergibt das Anwesen 1931 an Sohn Josef (1890 bis 1966). Ein Jahr später 1932 heiratet Josef und der Hof kommt ins Miteigentum von Ursula Kronseder (1899 bis 1982), geborene Reindinger, siehe auch „beim Sagmüller“, durch Ehe und Gütergemeinschaft.


Beim Blasl - heute Familie Kronseder- Luftaufnahme von 1959
Beim Blasl - heute Familie Kronseder- Luftaufnahme von 1959

Nach Josefs Tod wird die Ursula 1966 Alleineigentümerin durch Erbfolge.

Im Jahre 1967 erfolgte die Übergabe an Sohn Josef Kronseder (1934 bis 2023), der zwei Jahre später seine Maria, geborene Irl aus Riexing heiratete.

Im Jahre 1993 erfolgte die Übergabe an beider Sohn Bernhard (Jahrgang 1971), der 2005 die Margit, geborene Scharl aus Oberding ehelichte.


Beim Blasl - heute Familie Kronseder- Luftaufnahme von 2012
Beim Blasl - heute Familie Kronseder- Luftaufnahme von 2012

1977 wurde der Bullenstall errichtet, zehn Jahre später 1987 erfolgte der Bau einer neuen Maschinenhalle mit neuem Bullenstall.

Im Jahre 2007 wurde die Rinderhaltung aufgegeben, 2018 auch die Schweinehaltung.




 
 
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