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Beim Pauli

Aktualisiert: 26. Sept. 2025

Heute: Familie Gschwendtner, Moosinning, Am Steinberg 1 - davor Gschlößl und Kaltnerschuster

Früher: Moosinning, Haus Nr. 11, davor Haus Nr. 87


Familie Gschwendtner - Aufnahme Frühjahr 2024
Aufnahme Frühjahr 2024

„Pauli“ ist personenbezogen (siehe 1908, Appler Paul), ebenso „Gschlößl“ (siehe 1885, Gschlößl Gustin). Der Hausname „Kaltnerschuster“ bezieht sich sowohl auf den Besitzer Kaltner (siehe 1855) als auch auf die Schustergerechtigkeit (= Gewerbeberechtigung).

Die ersten namentlich bekannten Hausbesitzer waren laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München 1606 (?) ein Wolfgang Schuster und Margarete.

Ihnen folgte 1617 ein Hans Schmid, Schuster, verheiratet mit Barbara, geborene Hogner, beide 1649 verstorben.

1643 heiratet der Georg Porthuber, 1630 geboren, die Barbara Stegmair und nach deren Tod 1659 die Maria Fischerin. 1691 heiratet der Nachfolger Balthasar Schuster, Schuster und Söldner, die Ursula Meth und im Jahre 1708 heiratete Balthasar Sedlmaier, 1681, geboren, mit Maria Schuster die Hoferbin.

Im Jahre 1735 verheiratete sich Michael Schuster, Lohnerschuster, 1772 mit 50 Jahren verstorben mit der Maria Hirsch und nach deren Tod 1765 die Magdalena Seidl, 1727 geb. und 1787 verstorben.

Nächster Eigentümer war laut Archiv des Erzbischöflichen Ordinariats München ein Gütl Michael, verheiratet mit einer Katharina Großkopf, der aber 1874 im Zuchthaus in München verstarb.

1855 wurde Matthias Kaltner, Schumacher, 1807 geboren, Eigentümer zusammen mit seiner Ehefrau Apollonia, geborene Weidenbeck. Kaltner Mathias und Apollonia hatten nach Grundsteuerkataster das Anwesen mit 0,26 Tagwerk Grund von Michael und Katharina Gütl um 1.100 Gulden erworben.

Folgende Einträge stehen unter Vorbehalt:

1856 Michael Frei, 1827 geb., ehelichte Theres Bauer

1862 Knallinger Josef, 1827 geb., heiratete Magdalena Lugmader (?)

1874 ist der mit Magdalena Gaigl verheiratete Baumann Josef, 1848 geboren, als Nachfolgebesitzer bezeichnet.

Anmerkung: Nachdem Michael Frei, Josef Knallinger und Josef Baumann im Kataster nicht als Eigentümer erscheinen, ist anzunehmen, dass sie nur wohnten und gleichzeitig im Haus Nr. 88 (Haus Nr. 88 war Stoß Georg = Oberkramer und wurde 1855 neu erbaut) nur die Schuhmachergerechtigkeit ausübten.


Die nächsten Besitzer wurden 1874 Bitzl (oder Pritzl) Georg und Viktoria, die das Anwesen gegen das Anwesen Haus Nr. 23 und eine Tauschaufgabe von 666 Gulden eingetauscht haben. (Haus Nr. 23, heute Neuchinger Str. 44, Familie Höhenberger „beim Emmerl“ damals das Bader-Anwesen).

1876 kauften Heigl Kaspar und Anna Maria um 1.654 Mark das Anwesen von Georg und Anna Pritzl (?) und im Jahre 1882 wurde Anna Maria Heigl nach Ableben des Ehemannes Alleineigentümerin, räumte im Jahre 1885 dem Johann Frank, zweiter Ehemann, das Miteigentum ein und übergaben es noch im selben Jahr offensichtlich an einen Gschlößl Gustin, der 1895 wiederum seiner Ehefrau Barbara, geborene Herold, das Miteigentum einräumte.

1908 kauften das Anwesen Appler Paul und Anna und 1950 wurde Anna Appler nach Ableben des Ehemannes Alleineigentümerin.

Sie verkaufte es 1963 an Maria Schmelmer, die das Anwesen im Jahre 1985 an ihre Tochter Christa und ihren Ehemann Ludwig Gschwendtner (1954 – 2021) aus Niederneuching übergab.


Handzeichnung Johann Humplmair (1927 bis 1981) von ca. 1975 Um- und Ausbau des Anwesens ab 1985
Handzeichnung Johann Humplmair (1927 bis 1981) von ca. 1975 Um- und Ausbau des Anwesens ab 1985





 
 

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