Beim Eibel
- Josef Romir
- vor 5 Tagen
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Oder: Eibelschreiner
Davor: Leher
Heute: Familie Eibel, Moosinning, Ismaninger Str. 8
Früher: Moosinning, Haus Nr. 67 - davor: Haus Nr. 94

„Eibelschreiner“ beschreibt den Standort der Schreinerei Eibel, der Hausname „Leher“ ist nicht aufgeklärt. Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster erwarben 1858 Rath Johann und Katharina von Jakob Aulechner, Schweinhammerbauer in Moosinning, Flur Nr. 316 und errichten darauf Wohnhaus, Stall und Stadel.
Im Jahre 1867 wurde das Anwesen von der Sparkasse Erding ersteigert und laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München im selben Jahr von Lorenz und Maria Schwaiger aus Freising mit 36,02 Tagwerk Grund und Boden erworben. Bereits 1869 wurde neuer Eigentümer der Lachner Bartholomäus, geboren 1844 und seit 1869 mit Barbara, geborene Bauer, geboren 1849, verehelicht. Zwei Jahre darauf 1871 von Bieringer Johann, Getreidehändler aus München um 3.150 Gulden erworben und 1872 von Schüßler Otto, Katharina und Theres gekauft.
Laut Staatsarchiv München, Grundsteuerkataster stand 1876 auf dem Grundstück bereits ein Schlachthaus, das mit den anderen Gebäuden 1877 von Bauer Peter und Rosalie durch Tausch erworben (32,02 Tagwerk) wurde. Im Jahre 1890 wurden eine Stallung mit Eiskeller errichtet sowie das Wohnhaus neu erbaut.
1891 wurde das Anwesen von Kiefel Josef und Therese erworben und schließlich 1901 von Ferstl Michael und Therese ersteigert.
Anmerkung:
Ferstl Michael, Bräu und Ökonom, war von 1900 bis 1905 zugleich Bürgermeister der Stadt Erding.

1902 ging der Hof an Maier Franz und Therese durch Kauf und im Jahre 1904 erwarben ihn Eibel Johann und Franziska durch Tausch. Im selben Jahr erfolgte die Übergabe an den Sohn Josef Eibel, gestorben 1956 im 79. Lebensjahr, der seiner Ehefrau Anna, gestorben 1968 im 85. Lebensjahr, geborene Luber ein Miteigentum einrichtete.
1938 wurden neue Eigentümer der gemeinsame Sohn Eibel Josef (1906 bis 1982) und Anna, geborene Nunberger (1911 bis 1987), durch Übergabe, Ehe und Ehevertrag.
Anmerkung:
Die Anna war zu Hause im „Untersandl-Hof“, siehe auch beim Sandl in der Moosinninger Birkenallee. Beide führten neben der Landwirtschaft über viele Jahre sehr erfolgreich einen Schreinereibetrieb.
Im Jahre 1966 erhielten Josef (1939 bis 1995) und Anna Maria Eibel, geborene Lindemann (1941 bis 2020) das Anwesen durch Übernahme. Von 1972 bis 1976 wurden schrittweise der Schreinerbetrieb geschlossen und die Landwirtschaft aufgegeben.
1997 erfolgte ein Neubau des Wohnhauses und im Jahre 2020 nach dem Tode der Anna ging der Hof über an Sohn Josef Eibel (Jahrgang 1965), verheiratet mit Gabi, geborene Hiller aus München.




