Die Eberhardschwaige
- Josef Romir
- 7. Sept. 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Nov. 2025
Früher: Moosinning, Haus Nr. 75
Erklärung:
„Eberhardschwaige“ ist namensbezogen.
Das Anwesen gehörte zur Pfarrei Neuching und lag südlich des Urtelweges zwischen Eschbaumer und Urtel auf Plan Nr. 1017. Schwaige lässt immer auf Milchviehhaltung schließen. Die Hofstelle existiert mindestens seit 1875 nicht mehr.
Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München waren die ersten Besitzer 1604 Kaspar Eberhard zum Hocker in Inning und Katharina Magdalena. 1620 ist eingetragen die Verehelichung von Balthasar Eberhard mit Barbara Meilinger von Eching.
Anmerkung: Melchior Eberhard wurde am 18.5.1632 durch die Schweden erschossen, er war Vater von 6 Kindern.
Im Jahre 1654 verehelichte sich der Eberhard Balthasar mit Ursula Erlböck von Inning (Hachin, siehe Hofgeschichte „beim Hach“). Sie starb 1701 mit 73 Jahren.
Anmerkung: Hier lässt das Familienbuch eine Lücke von ungefähr 150 Jahren. Der Verfasser dieser Dokumentation hält es durchaus für möglich, dass die Familiengeschichte auf dem unweit gelegenen Hach-Hof aus dem die Ursula stammte, für den betreffenden Zeitraum fortgeschrieben wurde. Jedenfalls ist 1804 laut Staatsarchiv München, Rustikalkataster, ein Georg Klaiber, Zehetmair von St. Pauli, Eigentümer des Zubauhofes mit 169 Tagwerk Grund und Boden eingetragen.
1834 erfolgte ein Übergang durch Kauf an Klaiber Xaver bevor 1835 das Anwesen der Matthias Lex erwarb.
1838 erfolgte der Eigentumsübergang an Georg Lex und 1843 wurden neue Besitzer Stephan Braun und (vermutlich) Ehefrau Theresia.
1844 wurde Theresia Witwe und die Alleineigentümerin des Anwesens. Ebenfalls 1844 erhielt ihr 2. Ehemann Sebastian Glas durch Erbfolge in Gütergemeinschaft das Miteigentum und 1849 mit seiner 2. Ehefrau Therese, geb. Mair, das Anwesen mit dem Wirts- und Kaisergute Haus Nr. 26 und 79 (siehe unten).
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster wurde das Anwesen 1866 von Friedrich Fischer, Xaver Stahl und Dominic Kögerl, Loderer von Erding, mit Haus Nr. 26 und Haus Nr. 79 ersteigert.
Anmerkung: Das Kaisergütl, Hausnr. 79, war zu der Zeit ein Zubauhof gegenüber vom Schweinhammer (heute Sebastianstr.), sowie Haus Nr. 26 früher „beim Mitterwirt“, später „alte Gemeindekanzlei“, heute St- Emmeram-Weg 9.
Im Jahre 1869 kauften den Anteil von Fr. Fischer die Herren Stahl und Kögerl und tauschten es im selben Jahr an Seidl Johann und Fischer Walburga samt Haus Nr. 26 und 79 ein.
1874 erfolgte ein Zugang von Flur Nr. 59 (Gras- und Baumgarten), beim Verkauf des Anwesens Haus Nr. 26 in Moosinning vorbehalten und transferiert.
Hier endet die Geschichte des Anwesens. 1875 wurde das Anwesen einschließlich der o.a. Flur Nr. 59 zu Haus Nr. 1 transferiert, siehe auch „beim Zehmer“, heute Familie Eschbaumer, Moosinning, Kirchenstraße 2 und die Gebäude wohl zeitnah abgebrochen.



