Beim Saumkustel
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Früher: Zengermoos 18
Erklärung:
Anhand der angegebenen Flurnummer muss das Anwesen an der Grünbacher Straße gelegen haben.
Anmerkung:
Die Grünbacher Straße hat tatsächliche ihren Namensursprung in der Gemeinde Bockhorn, Ortsteil Grünbach vom dortigen Schlossherren bekommen. Das Schloss wurde 1581 von den Herren von Preysing-Moos erbaut und ging aus einem spätmittelalterlichen Sedelhof hervor, dieser diente der Burg Grünbach als Vorburg. Dieser Hof war im 15.Jahrhundert im Besitz der Schreiber von Grünbach. 1571 wurde die Hofmark Grünbach erwähnt. 1718 war das Schloss im Besitz der Grafen von Seinsheim, die es im barocken Stil umbauten. Ab 1787 wirkte hier ein viertel Jahrhundert lang der Fachmann für Brauwesen Benno Scharl.
Die Grafen von Seinsheim hatten im Zengermoos auch einige Flurnummern im Besitz und so kam der „Volksmund“ bald auf die „Greabäkker“ Äcker und Wiesen zu sprechen.
Laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster errichtete 1895 Bauer Korbinian auf dem Grundstück Flur Nr. 1454a landwirtschaftliche Gebäude. Bereits 1897 kaufte das Anwesen der Sebastian Stangl aus Brennermühle bevor es im selben Jahr Josef und Kreszenz Stangl
erwarben, die es dann bereits ein Jahr später 1898 an Johann Fuchs verkauften.
Im Jahre 1912 fand der Eigentumsübergang an Pschorr August, Georg Theodor und Josef statt, die auf der Flurnummer vermutlich Torfabbau betrieben.
1917 ging das gesamte Anwesen durch Kauf an die Herta Koenig.
Anmerkung:
Herta Koenig wurde in Bieren, Gemeinde Rödinghausen (Nordrhein-Westfalen) auf Gut Böckel 1884 geboren. Sie war die Tochter des Gutsbesitzers Carl Koenig und wurde in späteren Jahren zu einer anerkannten Schriftstellerin und Lyrikerin, wohnhaft in München. Sie kaufte sich bald in die Ländereien der Familie Pschorr und auch Zenger ein. Im Jahre 1922 wurde von ihr das noch bestehende Gasthaus „Pschorr“, heute „Jagdschlössl“, erbaut. Nach dem Tode ihres Vaters übernahm sie das elterliche Gut in Böckel, wo sie auch
1967 starb.
1921 erfolgte der Abbruch des Wohn- und Ökonomiegebäudes und der Grund zu Haus Nr. 18a transferiert, später zum Anwesen Münchner Str. 55 gezogen, siehe auch „beim Hofstaller“.
Hier endet die Haus- und Hofgeschichte.



