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Beim Sagmüller

  • 14. Apr.
  • 3 Min. Lesezeit

Früher: Unterer Hacker

Heute: Familie Stimmer, Moosinning, Erdinger Straße 9, 9a, 9b

Früher: Moosinning, Haus Nr. 84, davor Haus Nr. 58


Beim Sagmüller, heute Familie Stemmer, Aufnahme vom Sommer 2025
Aufnahme vom Sommer 2025

Erklärung:

Der Name stammt von einem „herbeygekommenen“ Fremden, der „einen öd gelegenen Viertelhof eint hat und ein Haus da baute, wo man es ehemals beim unteren Hacker hieß“ (Dr. Burgholzer in der Gemeindechronik Seite 34).


Laut Familienbuch des Archivs des Erzbischöflichen Ordinariats München waren die ersten eingetragenen Besitzer der Anton Maier (1712 bis 1786) und die Anna Maier, geboren 1729 und ebenfalls 1786 verstorben. Sie bauten dieses Anwesen auf.

Im Jahre 1786 heiratete Balthasar Reichl (1752 bis 1799) die Tochter Anna Maier, geboren 1749 und im selben Jahr 1799 verstorben.

1813 heiratete Josef Wiester (1785 bis 1849) die Tochter Anna Reichl, geboren 1792 und 1865 verstorben. Aus der Ehe gingen 15 Kinder hervor. Zum Anwesen gehörten zu der Zeit 43 Tagwerk Grund.

Im Jahre 1854 übernahmen das Anwesen Peter und Katharina Wiester von der Mutter Anna, die 1849 zur Witwe wurde. Später in 1864 heiratete in das Anwesen ein Keinspeck (?) Josef ein und machte im selben Jahr die Anna Marie zur Miteigentümerin durch Ehe und Gütergemeinschaft.

Im Jahre 1868 erfolgte ein Kauf des Anwesens durch Nikolaus Wurmsam, wurde aber noch im selben Jahr von Keimspeck Josef und Anna Marie zurückgekauft. Nach dem Tod von Josef wurde die Keimspeck Anna Maria Witwe und 1872 dadurch zur Alleineigentümerin. Aber noch im selben Jahr ging ein Miteigentum an den neuen Ehemann Pauracher Alois nach Eheschließung und mit Ehevertrag. Die beiden verkauften das Anwesen 1872 laut Staatsarchiv München, Umschreibkataster an einen Martin Rößle und noch im selben Jahr wurde es von Hirner Franz und Maria eingetauscht gegen das Anwesen Haus Nr. 21.

Anmerkung:

Haus Nr. 21, spätere Haus Nr. 26, ist heute Neuchinger Str. 44, „beim Emmerl“, Familie Höhenberger. Dort ist im Familienbuch dieser Tausch allerdings nicht vermerkt.


Im Jahre 1890 erbte Hirner Franz die 14,12 ha auf Ableben der Ehefrau und 1894 wurde die Hoffläche mit 0,57 ha von der Enkelin Maria Urban aus München, Gastwirtstochter ererbt. Der Rest des Anwesens wurde auf Haus Nr. 56 transferiert.

Anmerkung:

Haus Nr. 56, später Haus Nr. 88, jetzt Erdinger Str. 17, 17a, 17b, damals Familie Heilmaier, heutiger Standort der VR-Bank (ehemals Raiffeisenbank) seit 1982, siehe auch „beim Heilmair“.


Im selben Jahr 1894 wurde der Hof von Neumaier Matthias und Anna gegen das Anwesen Haus Nr. 56 (s.o.) eingetauscht. Der Grund aus Haus Nr. 56 wurde hierher transferiert.

Nur ein Jahr später im Jahre 1895 wurde die Neumaier Anna Witwe auf Ableben des Mannes und Alleineigentümerin des jetzt 16,41 ha großen Anwesens und im gleichen Jahr noch heiratete sie den Reindinger Anton der damit Miteigentümer durch Eheschließung und Ehevertrag wurde.


„Beim Sagmüller“, um- und ausgebaut nach 2002
„Beim Sagmüller“, um- und ausgebaut nach 2002

Im Jahre 1919 wurde die Reindinger Anna Alleineigentümerin auf Ableben des Ehemannes und übergab das Anwesen 1920 an die Tochter Magdalena (1896 bis 1985) und in das Miteigentum von Stimmer Josef (1891 bis 1972) durch Eheschließung und Ehevertrag. Anmerkung:

Der Stimmer Josef, geboren 1891, kam aus dem Bommer-Anwesen, heute Dorfstraße 10, Familie Huber, siehe auch „beim Bommer“.

Im Jahre 1965 wurde der Sohn Stimmer Josef (1920 bis 2001) Alleineigentümer durch Übergabe und heiratete kurz vor seinem Tod die Slava, die ihn in seinen letzten Lebensjahren auch gepflegt hatte. Nach dem Tod von Josef wurde seine Ehefrau Slava Stimmer zur Alleineigentümerin.



Nach 2002 wurde das alte Haus mehrmals um- und ausgebaut, die Scheune abgerissen und die Fläche mit etlichen Wohnhäusern neu bebaut.



 
 

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